25. 11. 2017 Isla Mujeres

DSC04241Auf der Fahrt zum Fähranleger in Cancun wird man so berieselt von Reklamentafeln und Luxushoteleinfahrten, dass man die Geschwindigkeitsbegrenzung leicht übersieht. Die Polizisten, die wir bisher alle gesehen haben, waren eher mit ihren Handys beschäftigt als mit irgendetwas anderem. Leider nicht so der Motorradpolizist, der uns anhält. Marcus ist zu schnell gefahren und das wirft er ihm jetzt vor. Marcus reicht die verlangten Papiere (inklusive Clubausweis), aber das interessiert den mexikanischen Polizisten nicht. Er erzählt die ganze Zeit, dass er ein Ticket ausstellen muss, das wir dann bei der Polizeiwache bezahlen müssen und was wir jetzt machen sollen. Eines muss man Marcus ja lassen, vor dem Urlaub hat er schon gesagt, dass er keinen Polizisten schmieren wird und er hält Wort. Stattdessen zücke ich in die Männerdiskussion 300 Pesos und der Mann in Uniform nimmt sie und lässt uns fahren. Für Marcus ist danach der Tag gelaufen. Im Ausland hatten wir bisher nur gute Erfahrungen mit der Polizei gemacht, Zeit für eine Negativbeispiel.

DSC04234Wir setzen mit der Schnellfähre über und suchen nach Leihrädern. DSCN6499Das macht hier so gut wie niemand, alle anderen mieten sich Golfcaddys und düsen damit über 7 km lange Insel. Beim Fahrradverleih, handele ich den Vermieter runter, nicht viel, aber etwas. Wir strampeln also los, während uns die vorbeifahrenden Caddybesatzungen eher mitleidig zulächeln. DSC04239Unsere erste Station ist die Schildkrötenaufzuchtstation. So schön, so viele Schildkröten.DSC04242DSC04250

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Am Südzipfel ist das Kap rauh und wir bekommen Hunger.NOVATEK CAMERA Inzwischen haben wir uns auch an die hiesigen Crepes gewöhnt, sie sind dünn, kross und zerbröseln leicht. Der Hit ist bei den Mexikanern Nutella mit Käse. Beim ersten Mal dachte ich der Crepemeister hätte nicht richtig zugehört, aber man isst es hier wirklich so und Marcus auch zum ersten Mal.

 

Die Fährräder erleben ihr blaues Wunder, so weit sind sie wohl noch nie gefahren worden, meins fängt auf jeden Fall verdächtig zu quietschen an, aber es hält bis zur Abgabe durch. Am Nordkap gibt es ein kleines Riff und Marcus schnappt sich schon die Taucherbrille. Eine Mexikanerin reicht mir für Marcus Kräcker. Der weigert sich wie immer erst einmal diese mitzunehmen, weil er sich neben Taucherbrille, Schnorchel und GoPro nun auch noch darum kümmern muss, dass der Kräcker nicht zu schnell nass wird. Er nimmt ihn dann aber doch mit ins Wasser, um die Fische anzulocken und es funktioniert.

NOVATEK CAMERAUnd so bleiben wir fast bis Sonnenuntergang auf der Fraueninsel. Auf der Rückfahrt zu unserer Ferienwohnung sehen wir irgendwie mehr Polizeiautos als sonst. Zum Glück „kümmern“ sie sich jetzt um andere Verkehrssünder. Sorgenvolle Blicke wirft Marcus aber in den Rückspiegel bis der Wagen in der Garage stehen.

 

 


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