21.06.20 Ljubljana – Postojnska Jama-Predjamski Grad-Portoroz

Während Marcus in sein Brötchen beisst, fragt er mich:“ Was steht eigentlich heute auf dem Plan?“, kurz und bündig antworte ich „Tropfsteinhöhlen“ und weiß dabei genau wie seine Reaktion sein wird. „och nö, nicht die 137. Höhle!“ Ich habe mir schon alles zurecht gelegt und fange an… „Es ist die größte Tropfsteinhöhle Europas, sie ist über 24 km lang und man wird mit einer Eisenbahn hineingefahren.“ Marcus verzieht nur das Gesicht. Ich habe noch mehr Argumente in petto „Kaiser, Könige, Prinzen und sogar Sissi waren schon da. Es gibt lebende Grottenolme in der Höhle und von der Schönheit soll sie die Königin aller Höhlen sein. In der Höhle wurde Winnetou 2 gedreht und ein Teil von Jackie Chan, na?“

Marcus zeigt keine Reaktion und ich ziehe das letzte Ass aus dem Ärmel:“Es regnet, hast du einen besseren Vorschlag?“

Auf dem Parkplatz vor der Höhle erzähl ich ihm von den 10 Grad in der Höhle und er beginnt doch tatsächlich den Koffer zu durchwühlen und steht kurz darauf als Marshmallowman neben mir. 3 Hosen und x Oberteile hat er an und ist endlich bereit für „die Höhle“.

Die 12 Uhr Fahrt geht mit Audiotour in allen erdenklich wählbaren Sprachen los. Der Zug erinnert ein wenig an das Phantasialand, eine Mischung aus Silbermine und der Beginn der Hollywoodtour.

Kein Foto kann die gewaltigen Formationen und Säle in der Höhle wirklich wiedergeben und darum zeige ich nur Fotos vom Spaghetti Saal und die Fels Formationen, die als Wahrzeichen der Höhle gelten.

Und was sagt Marcus am Ende? „Danke für Höhle 137, jetzt reicht es aber wirklich mit Tropfsteinhöhlen!“

Das größte Felsenschloss der Welt, nur 9 km von den Höhlen entfernt wird in umhauen.

Aber sein Kommentar lautet „völlig überbewertet das Teil!“

Ich finde es super, selbst die typische slowenische Cremeschnitte mit Cappuccino steigert nicht seine Euphorie.

Unsere Fahrt geht weiter im Regen über die Autobahn Richtung Süden und nach dem Tunnel ist sie da, die Sonne. Mit den steigenden Temperaturen Richtung Adria steigt Marcus Laune und dann haben wir es, das mediterrane Urlaubsfeeling.

Wir schlendern an der Promenade entlang und suchen nach einem leckeren Abendessen.

Der typische Grillteller trifft unseren Geschmack und so warten wir bei Bier auf das Essen.

Die vielen Bettler fallen mir erst auf als das Brot auf den Tisch gestellt wird. Keiner der Gäste versteht ihre Sprache, aber die Großfamilie ist so hartnäckig, dass so mancher etwas abgibt. Bei uns sind die Bettler einfach nur dreist und klauen sich wahrhaftig Pommes vom Teller.

Die Spatzen gehören hier zu den nervigsten Mitessern in den Restaurants und machen keine Unterschiede in den Preissegmenten, sie sind einfach überall. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Ein Abendspaziergang mit Sonnenuntergang, Herz was willst du mehr.


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