11.01.22 Küstenwanderung Agriao Trail und Furnas Highlights

Ich schlage den Agriao Trail vor, ein Küstenwanderweg von Riberia Quente nach Povoacao. Ausgerechnet zu der Wanderung zieht Marcus den Reiseführer zur Beratung dazu, der davon abrät, weil der Weg zugewachsen, ungepflegt und aussichtslos ist. Und dann geht die Diskussion los, eigentlich sinnlos, denn am Ende bringt uns der nette Taxifahrer doch zum Startpunkt der 3stündigen Wanderung. Auf dem Weg dorthin zeigt er uns natürlich noch den Wasserfall Cascada da Ribereia Quente.


Kleine Anmerkung, ich hatte die Bedenken des 6 Jahre alten Reiseführers natürlich auch gelesen und mit den neuesten Kommentaren zu dieser Wanderung aus dem Internet verglichen, kein Problem also.
Auf dem ersten Abschnitt erzählt mir Marcus aus dem Reiseführer, dass der Ort in den 90er fast komplett durch Erdrutsche weggeschwemmt wurde und 29 Menschen das Leben gekostet hatte. Die kleine Stadt am warmen Fluss, der durch einige heiße Quellen gespeist wird, wurde wieder aufgebaut mit Schutzwällen am Meer und in der Nähe des Wasserfalls errichtet man gerade ein riesige Betonwand.
Doch zurück zu der schönen Wanderung entlang der Küste. Die knapp 8 km haben es in sich, Schluchten lassen den Weg zu einer Berg Tal Kraxelei werden und so ist es kein Wunder, dass man 3 Stunden braucht.

Nach 2 Stunden treffen wir auf die Fahrstraße und dort lauert doch in der Tat unser Taxifahrer, ich bin versucht einzusteigen und mich bis zum Küstenort fahren zu lassen, wenn mich da nicht dieser durchdringende Blick von Marcus getroffen hätte. Wir trotten also weiter, biegen falsch ab und werden von 3 Hunden auf Privatbesitz aufgeregt angebellt, der Besitzer zeigt uns den richtigen Weg und so kommen wir an dem kleinen verschlafenen Povoacao an, das doch sehr einladend aussieht.


Im Restaurant ist der Thunfisch aus und wir bestellen Squid Fish, (Marcus will unbedingt einen Fisch ohne Knochen, was für ein Quatsch!), was auch immer das sein mag. Der Blick ins Internet lässt mich blass werden, es sind Calamari, nicht frittiert und in Knoblauchöl ersoffen. Ein Minifischchen probiere ich dann doch und es schmeckt nach Gummireifen in Knoblauch. Marcus bezeichnet sie als P…-Spitzen vom Eskimo. Ich esse die Beilage, eine gekochte Kartoffel und trete den Rest des Essens an Marcus ab. Der ist auch nicht begeistert von der Menüwahl, bringt aber den Kellner zum Strahlen, denn der Teller, den er abräumt, ist leer.

Mit dem Taxi geht es zurück nach Furnas und wir steigen in den Mietwagen um und fahren zu den stinkigen Geysiren, die alle Touris besichtigen. Gesehen haben muss man sie nicht wirklich, die schwarze blubbernde Brühe und die Löcher für die versenkten Eintöpfe sind wenig spektakulär, dafür stinken sie aber wie ganz große.

Wir fahren noch zum Aussichtspunk oberhalb des Furnas See und wünschten, dass die Sonne den See mehr ins grüne Licht gerückt hätte.

Eigentlich wollten wir noch in eins der Thermalbäder, aber der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Morgen ist auch noch ein Tag.


 


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