14.01.2022 Lagoa do Fogo, Caldeiras, Salto do Cabrito

„Geschlafen habe ich wie ein Baby!“, aber selbst dieser Spruch lässt unterschiedliche Interpretationen zu, laut Marcus bedeutet das nämlich, dass man alle paar Stunden schreiend aufgewacht ist. Ist also immer eine Frage der Betrachtung…Der erste Morgen, der sich im strahlenden Sonnenschein zeigt: Die Wetterapp hat 90 % Regen voraussagt, aber das kann man hier auf den Azoren eh nicht für bare Münze nehmen.

Ich sitze also mit Blick auf den Atlantik bei Baked Beans , Rührei, Speck und Kaffee und genieße es einfach, während Marcus das wiederum ganz anders sieht…Kaffee nicht optimal, das eigene Rührei schmeckt doch besser und die Hintergrundmusik hört sich an wie das stümperhafte Klavierkonzert eines Vierjährigen, selbst den einzigen Fleck auf der Glasfront findet er und zeigt ihn mir.

Beschäftigen wir uns lieber mit etwas schönem…Heute müssen wir zu den Highlights nicht weit fahren, der Lagoa do Fogo ist in 30 Minuten Fahrzeit erreicht. Die Sonne spiegelt sich so gemein auf der Oberfläche des Feuersees, dass man kaum hinschauen kann ohne einen Augenschaden davon zu tragen. Wir fahren also mehrere Aussichtspunkte an, um die beste Perspektive zu bekommen.

Hier wandern scheint uns zu lange, daher fahren wir lieber zu dem nahegelegenen Wasserfall Salto do Cabrito. Man kann mit dem Auto bis auf fast 50 m an ihn heranfahren.

Von hieraus geht eine schöne Wanderung los, für mich ist sie schön, laut Hinweisschildern gefährlich und für Marcus eine kleine Herausforderung, denn man muss schwindelfrei sein. Der Weg führt über Treppen und Stege bis auf den höchsten Punkt des Wasserfalls, das ganze hat nur einen Haken, es sind Gitterplatten, man kann also stets durch sie hindurchschauen.

Mir gefällt es so gut, dass wir alles auch wieder zurückgehen, um dann noch rechtzeitig bei der nächsten Sehenswürdigkeit zu sein. Jeweils 2 Stunden darf man die Caldeira Velha besichtigen. Ein Naturschwimmbad mit Wasserfall und heißen Quellen. Das Becken mit dem Wasserfall ist mir zu kalt, ich ziehe die heißen Pools mit Blick in den Regenwald/ Dschungel wie auch immer man es nennen mag. Da sitzt man dort 38 Grad warmen Wasser und lässt sich vom Grün der Bäume, Farne, Moose in Trance lullen, so dass man nicht mehr an die Welt da draußen denkt.

Es gibt noch andere heißen Quellen, wenn man den Blick über die Landschaft streifen lässt, sieht man überall kleine Dampfsäulen aufsteigen, das ist schon eine seltsame Gegend hier oder wie ich sie beschreiben würde; faszinierend.


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