22.01.2022 Braga, Guimaraes, Porto

Heute fahren wir nicht weit, erst einmal nur 6 km, um auf den schönen Aussichtspunkt über Braga zu kommen. Es ist wieder eine Schaukel, aber das scheint jetzt voll im Trend zu liegen.

28 km weiter ist Guimaraes, ein Städtchen, das den ganzen Tag in Anspruch nimmt, wenn man es richtig macht. Zuerst natürlich das Kastell und den Palast besichtigen und da der Ticketverkauf im Palast ist, fangen wir dort an. In Guimaraes soll der erste König Portugals geboren worden sein, war mal erste Hauptstadt des Landes, 2012 Kulturhauptstadt Europas und die Altstadt ist Unesco Welterbe. Aber zurück zum Palast, der ehemalige Sitz der Herzöge zeigt die großen Räume mit Wandteppichen, elend langen Tafeln und Waffenkammern.

Interessanter finden wohl alle Besucher eher die Burg, bei der nur noch die Außenmauern mit Wehrgang bestehen, aber es ist trotzdem schön an den Zinnen entlang zu wandeln und immer neue Perspektiven der Burg zu sehen oder eine Eidechse.

Wenn man davon genug hat, geht man über den nächsten Wehrgang entlang der Stadtmauer und ist in der Altstadt mit einladenden Plätzen zum Verweilen und netten Gassen.

Das war es aber immer noch nicht, kein km weiter führt eine Seilbahn direkt auf den Berg und dort ist jedermann anzutreffen, Mountainbiker, die waghalsig über schwierige Trails den Berg runterkrachen, Motorradfahrer, die sich kurvenreich nach oben zu den Aussichtpunkten schrauben und Familien mit Kindern, die in den Felsen Verstecken spielen.

Es sieht hier wirklich so aus als hätten Riesen mit Steinen gewürfelt und ihr Spiel einfach so liegengelassen. Wenn der eisige Wind nicht so pfiff, wären wir bestimmt noch etwas länger hier geblieben, doch die Sonne hat schon mit dem Sinkflug begonnen.

Marcus fährt noch die restlichen 60 km bis Porto und diesmal steigen wir nicht mehr in einer Jugendherberge ab, nein wir gönnen uns ein Autobahnhotel. Das Zimmer ist winzig, aber wir haben Meer- und Douroblick und es liegt strategisch sehr günstig.

Und dann machen wir noch das einheimische Ding, der Sundowner im Autokino, so fühlt es sich auf jeden Fall an, wenn man auf mehreren Ebenen die Autos auf Parkplätzen stehen sieht, alle mit Blickrichtung zum Atlantik. Es ist ein Traumsonnenuntergang und wir schaffen noch die letzten Sekunden von ihm zu erwischen, aber es hat sich sichtlich gelohnt.


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